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Wind auf See

Für grünen Wasserstoff wird grüner Strom benötigt, in diesem Fall: Windstrom. Daher hat NortH2 vor, außerhalb der Sichtweite der Nordseeinseln, 80 bis 100 km vor der Küste der nördlichen Niederlande, große Windparks für das ambitionierteste Wind-Wasserstoffprojekt von Europa zu errichten.

Es geht dabei nicht um die Vorrangstellung, sondern darum, dass die niederländischen, deutschen und europäischen Klimaziele (bis spätestens 2050 ein Energiesystem mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen) ohne massiven Ausbau der erneuerbaren Energie und der Nutzung von Wasserstoff im Energiesystem nicht zu verwirklichen sind. Grüner Wasserstoff macht es möglich, der – wie gesagt – mit Wind, sehr viel Wind beginnt. Wir dürfen nicht aus dem Auge verlieren, dass der Startschuss bereits jetzt fallen muss, wenn die Klimaziele rechtzeitig eingehalten werden sollen.

NortH2: ein kräftiger Impuls in die richtige Richtung

Ziel des Niederländischen Klimaabkommens ist, die Elektrolyse noch vor 2030 so hochzuskalieren, dass die Niederlande bereits dann 4 Gigawatt grünen Wasserstoff produzieren können. Die niederländische Agentur für Umweltplanung (Planbureau voor de Leefomgeving, PBL) hat sogar berechnet, dass die Niederlande dann rund 7 Gigawatt grünen Wasserstoff brauchen werden. Das ist ein ehrgeiziges, aber unverzichtbares Ziel. Mit NortH2 ist dies möglich, das Konsortium stellt sich der Herausforderung. Bis ca. 2040 sollen die 4 GW grüner Wasserstoff auf beachtliche 10 GW hochskaliert werden. Die Produktion von Wasserstoff, zunächst im Eemshaven und später eventuell auch auf dem Meer, wird 2040 voraussichtlich jährlich 1.000.000 Tonnen betragen. Damit lassen sich jährlich Emissionen von ca. acht bis zehn Megatonnen CO2 einsparen, was der Energiewende einen starken Impuls in die richtige Richtung geben würde. Das ist genau das, was jetzt gebraucht wird.

Windparks auf See

Der Plan von NortH2 beginnt mit der Errichtung großer Windparks auf See. Dies ist der kostenintensivste Teil des Projekts, auch wenn die Kosten für Offshore-Windkraftanlagen ständig sinken. Dazu würden weit vor der Küste, in einer Meerestiefe von ca. 35 m Windkraftanlagen errichtet, mit einer Leistung von jeweils 12–15 MW. Der in diesen Windparks erzeugte grüne Strom wird über dicke Stromkabel an Land geleitet, wo er in der Wasserstofffabrik in grünen Wasserstoff umgeformt wird. Der Wasserstoff kann in leeren Salzkavernen gespeichert oder über die Erdgasleitungen zu den Abnehmern gefördert werden.

Offshore-Elektrolyse

Je weiter die Windkraftanlagen im Meer stehen, umso lohnender wird es, den Wasserstoff an der Stromquelle zu erzeugen. Daher werden die Möglichkeiten untersucht, den erzeugten Windstrom gleich an den Windkraftanlagen in Wasserstoff umzuwandeln: Elektrolyse auf See. Gemäß den aktuellen Berechnungen ist die Offshore-Elektrolyse noch zu kostspielig. Daher wird im Moment die Elektrolyse noch an Land geplant, im nördlichen „Hydrogen Port“, im Eemshaven (Provinz Groningen). Die Innovationen in diesem Gebiet schreiten jedoch schnell voran. Je stärker der Wasserstoffmarkt wächst, umso stärker sinken die Kosten der (Offshore-)Elektrolyse.

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