Elektrolyse

Wasserstoff (H2) ist das häufigste Element im Universum. Um ihn nutzen zu können, muss er aus Verbindungen gelöst werden, die Wasserstoffatome enthalten, wie Wasser (H2O) oder Methan (CH4), das auch als Erdgas bekannt ist.

Dazu stehen viele Produktionsverfahren zur Wahl, die natürlich Geld und Energie kosten. Bei der Produktion von Wasserstoff aus fossilen Quellen wird zudem CO2 freigesetzt. Wenn dieses CO2 gespeichert wird, wird der erzeugte Wasserstoff „blau“ genannt. Mit diesem Verfahren können bereits jetzt die CO2-Emissionen gesenkt werden. Langfristig soll der Wasserstoff jedoch möglichst nachhaltig erzeugt werden.

Elektrolyse mit grünem strom

NortH2 setzt während der Produktion, Speicherung und des Transports von grünem Wasserstoff zu 100 % auf grünen Strom, ohne dabei CO2 oder andere unerwünschte Nebenprodukte zu erzeugen. Der grüne Wasserstoff wird mittels Elektrolyse erzeugt, indem Wasser mit dem auf See erzeugten grünen Strom in Kontakt gebracht wird. Dabei wird das Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten.

In der praxis bewährt

Um das Produktionsverfahren in der Praxis zu prüfen, hat Gasunie bereits HyStock gestartet. Dabei handelt es sich um einen seriösen Markttest in Zuidwending bei Veendam, der im Sommer 2019 von König Willem-Alexander eröffnet wurde. HyStock ist derzeit mit einer Kapazität von 1 Megawatt grünem Wasserstoff die größte niederländische Elektrolyseanlage. Es ist ein lehrreiches und seriöses Pilotprojekt, aber 1 Megawatt ist nichts im Vergleich zu den 3–4 Gigawatt, die bis Mitte der 2030er Jahre nur in den Niederlanden erzeugt werden müssen, um die Klimaziele zu erreichen.

Anschließend wurde intensiv die Errichtung von Elektrolysefabriken mit einer Kapazität von 1 GW untersucht, dem Tausendfachen von HyStock. Das bringt unsere europäischen Klimaziele ein Stück näher. In der Nähe von Eemshaven sollen im Rahmen von NortH2 mehrere solcher Elektrolyseure gebaut werden. Die Möglichkeiten der Elektrolyse auf See, nah bei der Erzeugung des nachhaltigen Stroms, werden auch weiter verfolgt.

Kosten

Die Kosten dieser Elektrolyseure sind beträchtlich. Solange der Umfang dieser Anlagen noch beschränkt ist, werden die Kosten nicht schnell genug sinken. Dieses Problem soll NortH2 lösen, insbesondere, indem das Hochskalieren sowohl der Windstromerzeugung als auch der Elektrolysekapazität beschleunigt wird. Auch die Nachfrage nach CO2-neutralen Wasserstoff muss im Interesse der Preisentwicklung noch gefördert werden. Die steigende Nachfrage vermittelt den Parteien zudem das Vertrauen, auf diesen Wasserstofftyp umzusteigen und in die landesweite Infrastruktur und Speicherung zu investieren. Hier muss die öffentliche Hand Initiative ergreifen. Schließlich wird für die CO2-neutrale Wasserstoffproduktion viel nachhaltiger Strom benötigt, mehr als derzeit verfügbar ist. Daher setzt sich NortH2 für die schnelle Erweiterung von (Offshore-)Windparks für die grüne Wasserstofferzeugung ein.

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